Anita Bader

Melanie Berg

Jörg Bergmann

Iris Bons

Kai Bremer

Hans Jürgen Bucher

Michel Caillieux

Malgorzata Dynkowska /
Anna Wolanska-Köller

Helmuth Feilke

Fiona Fritz

Thomas Gloning

Mathilde Hennig /
Melanie Löber

Hans Jürgen Heringer

Götz Hindelang /
Werner Zillig (Hg.)

Franz Hundsnurscher

Andreas Jucker

Dennis Kaltwasser

Werner Knapp

Gerhard Kurz

Katrin Lehnen

Henning Lobin

Cristina Marras

Manouchehr Moshtagh Khorasani

Manfred Muckenhaupt

Joybrato Mukherjee

Jürgen Muthig /
Robert Schäflein-Armbruster

Csilla Puskas /
Dietmar Rösler

Hans Ramge

Gerd Richter /
Jörg Riecke

Herbert Schmidt

Thomas Schröder

Britt-Marie Schuster

Johannes Schwitalla

Yaron Senderowicz

Gernot Stegert

Torsten Steinhoff

Bruno Strecker

Oliver Trübestein

Anja Voeste

Martin Wachtel

Tilo Weber

Edda Weigand

Monika Wingender

Werner Zillig

 
Britt-Marie Schuster
Täglich berichten: Formen der Berichterstattung in den Neu=einlauffenden Nachrichten von Kriegs= und Welt=Händeln (1660-1664)
Auf der Grundlage der Untersuchungen zu Wochenzeitungen im 17. Jahrhundert (z. B. Fritz/Straßner 1996) wird das Nachfolgeorgan der weltweit ersten Tageszeitung, Neu=einlauffenden Nachrichten von Kriegs=und Welt=Händeln, die wie die Einkommenden Zeitungen vom Leipziger Drucker Timotheus Ritzsch herausgegeben worden, hinsichtlich des realisierten Textsortenrepertoires mit den frühen Wochenzeitungen verglichen. Der Vergleich kann einerseits zeigen, dass die Tageszeitung sich beinahe nahtlos in die bereits vorhandenen Texttraditionen einfügt. Dies wird nicht an ihrer unaufwändigen Gestaltung, den gewählten Themen, der syntaktischen und lexikalischen Gestaltung, sondern auch an dem fast vollständigen Fehlen verständnisfördernder Maßnahmen deutlich. Andererseits zeigen sich jedoch auch Unterschiede. Diese Unterschiede sind zum einen dadurch bedingt, dass durch die tägliche Berichterstattung ein kompakteres Bild einzelner Ereignisse entsteht, zum anderen dadurch, dass der Anteil von Formen des Berichtens, die eine subjektive Situationseinschätzung enthalten und dem Erfahrungs- und Erlebnisbericht i. w. S. nahe stehen, ebenso wie Mischformen vergleichsweise hoch ist. Da gerade Mischformen bis weit ins 19. Jahrhundert hinein neben Faktenmeldung, Ereignisdarstellung und Verlaufbericht eine Konstante in der Pressekommunikation darstellen, wird versucht, sie detailliert zu beschreiben und zudem anhand eines kurzen Vergleichs mit Zeitungen und gelehrten Beilagen aus dem Jahr 1705 (Relation aus dem Parnasso, Relations=Courier, Relationes Curiosæ) auf ihre Tradierung in den Nachfolgejahrzehnten hinzuweisen.